“Bürger für Rabenau” appellieren für zukunftsfähige Lösung

Umwidmung des Londorfer Bürgersaal zur Kindertagesstätte für viele Rabenauer ein sehr emotionales Thema


Dass die Umwidmung des Londorfer Bürgersaal zur Kindertagesstätte ein emotionales Thema ist, merkt man aktuell unter anderem daran, dass das Thema innerhalb der Bürgerliste sehr intensiv diskutiert wird, aber auch, dass einige Bürger bei dem Thema den Kontakt zur Bürgerliste gesucht haben, um ihre Bedenken zu äußern und um Unterstützung zu bitten. „Die Bürgerhäuser haben ja den Sinn, Menschen einen Ort zu geben, an dem sie sich treffen können, feiern können und natürlich bieten sie auch Vereinen und den Ehrenamtlichen einen Treffpunkt für ihre Arbeit. Einige Menschen in der Rabenau haben zur Zeit Angst, dass sie diesen Ort weggenommen bekommen. Auch wenn aktuell Corona ist, und dieser Raum derzeit nicht zur Verfügung steht, wird Corona auch irgendwann vorbei sein. Es besteht die Gefahr, dass sofern es für die Menschen keinen Ort für einen Treffpunkt mehr gibt, die Gemeinschaft im Ort darunter leidet“ so der Vorsitzende Christoph Nachtigall.

Rabenau fehlt das Geld, um einen Neubau in Höhe von gut 4 Mio. Euro zu finanzieren. Die Möglichkeit einer Bezuschussung von bis zu 90% hatte der Bürgermeister in einer der früheren Sitzungen dieses Jahr einmal angekündigt, jedoch in der letzten Gemeindevertretersitzung für unrealistisch gehalten. Der Umbau des Bürgersaals wird aktuell mit ca. 600.000 Euro angenommen. Für die Entwicklung des Bürgersaals Londorf zu einer Kindertagesstätte durch ein Ingenieurbüro hatte das Gemeindeparlament einen Betrag in Höhe von 25.000 EUR in der vergangenen Sitzung freigegeben.

“Aufgrund unser schwachen Finanzsituation kommt für mich kein Neubau in Frage, solange Land und Kreis uns nicht in erheblichem Maße finanziell unterstützen. Der Bund verpflichtet die Städte und Gemeinden ausreichend Kitaplätze zur Verfügung zu stellen, aber unterstützt nicht im benötigten Maße”, so der stellv. Vorsitzende Matthias Bender. Für die Gemeinde mit ihren 5300 Einwohnern stellen die Ausgaben für die Kindertagesstätten eine der größeren Positionen dar. Und neben den Vorgaben des Bundes stellen die Kindertagesstätten auch einen wichtigen Beitrag zur Daseinsvorsorge von Rabenau dar.

„Ich habe große Angst, dass das Parlament hier die Entscheidung für eine Lösung trifft, die nur kurzfristig hilft, und dass wir in 2 oder 3 Jahren dann doch einen Neubau benötigen und man dann zweimal Geld ausgeben muss. Es muss das oberste Anliegen bei Entscheidungen sein, ein langfristiges Konzept zu entwickeln“ so Nachtigall. In Londorf wird aktuell kreisweit die größte Kindertagesstätte betrieben. Der Bürgersaal ist nur wenige Hundert Meter vom aktuellen Kita-Gebäude entfernt, dennoch wird hier auch eigenes Personal und auch eine Kita-Leitung benötigt. „Für mich kommt Londorf als Ort eher nicht in Frage, weil dort bereits eine Kita existiert, und weil die Gemeinde mit dem aktuellen Neubaugebiet in Geilshausen sich für ein anderes Konzept der Weiterentwicklung von Rabenau entschieden hat. Und auch langfristig wird über ein Baugebiet in Odenhausen gesprochen, bei dem der Weg nach Geilshausen kürzer ist. Da werden immer mehr Familien sesshaft und daher gehört die Kita für mich eher in diese Richtung. Und der Bus, der die Kinder früher in den Ortsteilen abgeholt hat, wurde seitens der Gemeinde eingestellt. Da sprechen wir von einigen Autos, die sich da morgens und mittags auf den Weg nach Londorf machen müssen“ so Nachtigall.

Welche Vorgaben für den Betrieb einer Kita zu erfüllen sind, regelt klar der Landkreis. Für 30 Kitaplätze ist hier aktuell dringender Handlungsbedarf. „Da das Thema der Kindertagesstätten Rabenau vor eine große Herausforderung stellt, gehört hier die Gemeinde und der Kreis gemeinsam an einen Tisch, um eine Übergangslösung zu finden, die finanziell keine so großen Auswirkungen hat. Und finanziell gesehen tragen die laufenden Kosten wie z.B. für Mitarbeiter in der Gewichtung noch viel höher zu Buche als die Kosten für einen Umbau oder eine Neuerrichtung. Die sind damit bei allen Konzepten vorhanden. Aber auch für die laufenden Kosten hat die Gemeinde nicht die finanziellen Mittel. Die Mitglieder der Bürgerliste appellieren daher an das Gemeindeparlament eine Lösung zu finden, die langfristig ist, zum aktuellen Weiterentwicklungskonzept der Gemeinde mit Geilshausen passt und den Haushalt nur einmal belastet“ so Nachtigall abschließend.


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